Wahlkreisprognose Mecklenburg-Vorpommern

Die interaktive Wahlkreisprognose zeigt die simulierten Gewinnchancen für alle 36 Wahlkreise bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026. Grundlage sind amtliche Wahlergebnisse, aktuelle Umfragen, amtlich zugelassene Direktkandidaturen und 25.000 Simulationen.

Modellversion
Version 1.0
25.000 Simulationen · aktuell
Datenstand09.09.2026 Umfragen berücksichtigt bis03.09.2026 Kandidatenstandamtliche Wahlvorschläge · Wahlheft 4/2026 Wahlrecht§ 58 LKWG M-V

Ex-post-Test des Modells

Ex post bedeutet: nach der Wahl. Für diesen Test kennt das Modell das tatsächliche landesweite Wahlergebnis bereits. Geprüft wird ausschließlich, wie präzise es dieses bekannte Ergebnis auf die 36 Wahlkreise herunterbricht.

Landtagswahl 2026
0,78Prozentpunkte

durchschnittlicher Zweitstimmenfehler (MAE)

1,64Prozentpunkte

durchschnittlicher Erststimmenfehler (MAE)

33 von 36Wahlkreise

Wahlkreissieger richtig bestimmt

91,7 %Intervallabdeckung

der Zweitstimmenergebnisse innerhalb des 90-%-Modellintervalls

Was sagt der Ex-post-Test aus?

Der Test bewertet nicht, wie gut Umfragen das Wahlergebnis vorhergesagt haben. Stattdessen wird das amtliche Landesergebnis als feste Eingabe in das Modell eingesetzt. Anschließend werden die daraus berechneten Ergebnisse für jeden Wahlkreis mit den tatsächlich ausgezählten Ergebnissen verglichen.

Damit lässt sich gezielt prüfen, wie gut die regionale Übertragung des Modells funktioniert. Bei den Erststimmen kommt zusätzlich die Modellierung der Direktkandidatinnen und Direktkandidaten hinzu. Bei der Erststimme lagen 86,0 % der ausgewerteten Ergebnisse innerhalb des 90-%-Modellintervalls.

Vom landesweiten Stimmungsbild zum einzelnen Wahlkreis

So arbeitet das Modell
1Landesweite Umfrage

Aktuelles Stimmungsbild für Mecklenburg-Vorpommern

2Unser Modell

Regionalisierung · Wahlhistorie · Kandidateneffekte · Unsicherheit

336 Wahlkreise

Projektion von Erst- und Zweitstimmen je Wahlkreis

4Prognose

Wahlkreissiege · Personeneinzug · Landtagsprojektion

Umfragebasis

Standardmäßig wird immer die aktuellste verfügbare Umfrage verwendet. Alternativ kannst du eine andere aktuelle Umfrage oder den transparent berechneten 30-Tage-Durchschnitt auswählen und die Werte anschließend anpassen.

Stand 03.09.2026
Aktuelle UmfragenDAWUM plus vorab erfasste Umfrage · letzte 30 Tage
Institut / DatumAfDSPDLinkeCDUGrüneBSWFDP
Infratest dimap03.09.2026 · n=1.215
35,0%
32,0%
11,0%
8,0%
5,0%
4,0%
in Sonstige
DAWUM-Daten werden unter der Open Database License (ODbL) abgerufen. Die Infratest-dimap-Umfrage vom 3. September 2026 ist zusätzlich manuell als aktuelle Standardgrundlage hinterlegt. Neue veröffentlichte Umfragen können dadurch bereits vor der DAWUM-Synchronisierung verwendet werden. Nicht separat ausgewiesene Parteien bleiben unter „Sonstige“.
Aktive GrundlageInfratest dimap · 3. September 2026 · vorab erfasste Standardumfrage.
Annahmen einstellen

Landtagsprojektion

Zentrales Szenario– Sitze

Ganzzahlige Sitzverteilung aus den zentralen Modellwerten.

Details zur Sitzberechnung anzeigen

Prognostizierte Wahlkreissiege

Zentrales Szenario36 Wahlkreise

Anzahl der Wahlkreise, in denen eine Partei im zentralen Modell vorne liegt. Erwartungswerte und Gewinnchancen aus den Simulationen stehen im Wahlkreisdetail.

Prognostizierter Personeneinzug

Die Übersicht zeigt, wie viele Mandate die Parteien im zentralen Szenario direkt gewinnen und wie viele Sitze im Median über die Landesliste vergeben werden.

Amtliche Landeslisten 2026
Kandidatinnen und Kandidaten anzeigen
Einzug = Direkt + Liste; beide Wege schließen sich je Simulationslauf aus.
Personeneinzug wird berechnet …
Berechnung: In jedem Simulationslauf werden zunächst die 36 Wahlkreissieger und anschließend die endgültige Sitzverteilung nach § 58 LKWG M-V bestimmt. Von den Sitzen einer Partei werden ihre Direktmandate abgezogen; die verbleibenden Mandate werden in amtlicher Listenreihenfolge vergeben. Direkt gewählte Bewerberinnen und Bewerber werden auf der Landesliste übersprungen. Einzugswahrscheinlichkeiten werden für AfD, SPD, Linke, CDU, Grüne, BSW und FDP ausgewiesen, weil nur diese Parteien landesweit einzeln im Modell geführt werden. FREIE WÄHLER werden mit ihren amtlichen Kandidaturen angezeigt, verbleiben rechnerisch aber in „Sonstige“ und erhalten deshalb keine künstlich präzise Einzugswahrscheinlichkeit. Die Prozentwerte sind Simulationshäufigkeiten und nicht als reale Eintrittswahrscheinlichkeiten historisch end-to-end kalibriert.

Quelle der Namen, Listenplätze und Kreiswahlvorschläge: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Wahlheft 4/2026 „Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl der Abgeordneten des 9. Landtages von Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026“.

Wahlkreis im Detail

Prognostizierter Sieger

Schematische geografische Orientierung. Hintergrundkarte: Wikimedia Commons, „Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlkreise 2016“, CC BY-SA 4.0. Wahlkreisnummern, -bezeichnungen und Prognosedaten folgen der amtlichen Wahlkreiseinteilung 2026 des Landesamtes für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern.

Methodik

UmfragebasisDas Modell startet mit der aktuellsten verfügbaren Einzelumfrage. Alternativ kann eine andere Einzelumfrage der letzten 30 Tage oder der transparent berechnete 30-Tage-Durchschnitt gewählt werden. Parteien, die ein Institut nicht separat ausweist, verbleiben vollständig in „Sonstige“ und werden nicht als 0-Prozent-Messwert interpretiert. Für die Sitzprojektion gilt ohne manuelle Aufteilung die transparente Annahme, dass diese nicht separat ausgewiesenen Parteien jeweils unter fünf Prozent liegen.
Historische DatengrundlageWo eine vollständige historische Parteireihe vorliegt, verbinden die regionalen Wahlkreisprofile die Landtagswahl 2021 mit 35 Prozent, die Europawahl 2024 mit 30 Prozent und die Bundestagswahl 2025 mit 35 Prozent. Bei jüngeren Parteien oder fehlenden Reihen werden nur tatsächlich verfügbare Wahldaten verwendet. Regionale Abweichungen des BSW werden wegen der kurzen Wahlhistorie um 50 Prozent zum Landesmittel regularisiert. Für die FDP werden die wahlkreisscharfen Faktoren aus den amtlichen Erst- und Zweitstimmenergebnissen der Landtagswahl 2021 abgeleitet.
WahlkreismodellDie aktuellen Landeswerte werden mit den regionalen Parteifaktoren jedes der 36 Wahlkreise verknüpft. Das empirisch bestätigte 35/30/35-Kernmodell bleibt der zentrale Erwartungswert. In den Simulationen wird zusätzlich eine konservative Modellspezifikationsunsicherheit berücksichtigt: 70 Prozent der Läufe nutzen den Kernfaktor unverändert, je 15 Prozent schrumpfen beziehungsweise verstärken regionale Abweichungen um fünf Prozent. Dadurch wird Unsicherheit über die Regionalübertragung abgebildet, ohne die zentrale Punktprognose zu verschieben.
ErststimmenmodellDie Erststimmen werden aus der regionalen Zweitstimmenstruktur und empirisch beobachteten persönlichen Abweichungen abgeleitet. Kandidateneffekte werden konservativ regularisiert und durch historische Rücktests begrenzt. Eine Partei erhält nur dann einen eigenen Erststimmenwert, wenn für den Wahlkreis eine Direktkandidatur vorliegt. Zusätzliche bekannte Direktkandidierende werden gemeinsam als „Weitere Kandidierende“ ausgewiesen.
Simulation und Wettbewerbslage25.000 reproduzierbare Monte-Carlo-Durchläufe liefern Median sowie 5. und 95. Perzentil für Erst- und Zweitstimme. Der Seed wird aus Modellversion, Stimmenwerten, Unsicherheiten und der versionierten Annahmen-ID gebildet. Die Unsicherheit wird getrennt nach landesweitem Umfragefehler, regionalem Übertragungsfehler, Modellspezifikationsunsicherheit und zusätzlicher Erststimmenunsicherheit modelliert. Die Wettbewerbslage folgt der vorsichtigeren Kategorie aus simulierter Gewinnchance und unterer Grenze des 90-Prozent-Intervalls des Vorsprungs. Die Intervalle sind Modellintervalle und keine klassischen statistischen Konfidenzintervalle.
SitzverteilungIn jedem einzelnen Simulationslauf wird aus der simulierten Zweitstimme und den simulierten Direktmandaten die vollständige Sitzverteilung berechnet. Die 71 Grundsitze werden nach § 58 LKWG M-V mit Hare/Niemeyer verteilt. Berücksichtigt werden die Fünf-Prozent-Hürde, erfolgreiche Direktbewerbungen nicht berücksichtigter Parteien, die Mehrheitsklausel nach Absatz 4 sowie Überhangmandate, der auf das Doppelte der Überhangmandate begrenzte Ausgleich und der zusätzliche Sitz bei einer vergrößerten geraden Gesamtzahl nach Absatz 6. Exakte Restgleichstände werden als reproduzierbarer Losentscheid simuliert.
PersoneneinzugNach der Wahlkreis- und Sitzsimulation werden Direktmandate zuerst vergeben. Die verbleibenden Parteisitze werden in amtlicher Reihenfolge über die Landeslisten besetzt; bereits direkt gewählte Personen werden übersprungen. Aus den 25.000 Durchläufen entstehen Häufigkeiten für Direkt-, Listen- und Gesamteinzug. FREIE WÄHLER werden als amtliche Kandidaturen geführt, aber nicht als eigene landesweite Modellpartei aus „Sonstige“ herausgerechnet.
Historischer RücktestIm strengen No-Leakage-Referenztest für 2021 lag der Erststimmen-MAE bei 2,38 Prozentpunkten und der Zweitstimmen-MAE bei 1,49 Prozentpunkten; 34 von 36 Wahlkreissiegern wurden richtig bestimmt. Nach der konservativen Unsicherheitskalibrierung lagen die historischen Abdeckungen der nominalen 90-Prozent-Intervalle bei 89,4 Prozent für die Erststimme und 89,8 Prozent für die Zweitstimme. Der Release enthält ein versioniertes Validierungsprofil und automatisierte Konsistenzprüfungen. Die fallweise Neuberechnung des historischen End-to-End-Laufs setzt das ursprüngliche Validierungsarchiv voraus.
ModellgrenzenDie Anwendung ist eine transparente Szenariorechnung, keine Wahlumfrage und keine amtliche Prognose. Kandidaturen, Umfragen und lokale Effekte können sich ändern.

Datenquellen: Wahl- und Wahlkreisdaten: Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern, Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern und Bundeswahlleiterin. Umfragen: DAWUM (ODbL) sowie manuell vorab erfasste veröffentlichte Umfragen. Namen, Landeslisten und Kreiswahlvorschläge: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Wahlheft 4/2026. Funktionen und ergänzende Kandidateneffekte: veröffentlichte Partei- und Institutionsangaben. Modellstand: 8. September 2026. Schematische Kartenhintergrundkarte: Wikimedia Commons, „Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlkreise 2016“ (CC BY-SA 4.0). Wahlkreisnummern, -bezeichnungen und Prognosedaten: amtliche Wahlkreiseinteilung 2026, Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern.